Terrasse richtig verfugen.

Um eine Terrasse zu verfugen braucht man einige Grundkenntnisse. Denn es passieren häufig Fehler die man vermeiden kann. Eine richtige Fuge hat eine Fugentiefe von mindestens 30mm und eine Fugenbreite von mindestens 8mm. Wie in der Grafik zu sehen, hat die korrekte Fuge eine Kamin-Form: die Fugenbreite ist auf der gesamten Tiefe gleich. Diese Fugenform garantiert die optimale Fugenstatik. Mit der optimalen Statik kann die Fuge den physikalischen und thermischen Belastungen (Wölbspannung, Biege- und Zugkräfte etc.) in Einklang mit den entsprechenden Vorschriften für den Straßen- u. Wegebau standhalten. Ausschlaggebend ist außerdem die korrekte Unterkonstruktion (s. techn. Informationen).

Sollten Sie kleine Abweichung haben in der Fugenbreite und Fugentiefe ist dies kein Problem. Doch es sollten allerdings mindestens 80 % der Gesamtfläche der Maße eingehalten werden. Mainbrick Pflasterfugenmörtel soll wie in der Grafik als kaminförmige Fugen mit min. 30mm Tiefe und 8mm Breite eingeschlämmt werden. Wenn der Mainbrick Pflasterfugenmörtel unter               anderen Bedingungen verwendet wird, kann dies zu Problemen wie Fugenrisse, Abbröckeln der Fugen, Aufweichen der Fuge durch Staunässe etc., führen.

Die folgenden Grafiken zeigen falsche Anwendungen von Fugen- Materialien (nicht nur Mainbrick Pflasterfugenmörtel, kein fester Fugenmörtel kann bei falscher Anwendung funktionieren).

 

 

 

 

Saubere Fuge

Optimale Fugenfüllung

Terrasse verfugen bei Unterschiedlichen Steinarten

Problem 1: Steine mit V-förmigen Fugen

Bei Steinen, deren Seiten abgeschrägt sind, entstehen V-förmige Fugen. Die V-   förmigen Fugen bieten nicht die für die Fugenstatik notwendige Kaminform (s.                   1). Wenn Druck auf die Steine kommt, drückt sie die V-förmige Fuge mangels     Statik nach oben heraus. Die Fuge bricht und beginnt zu bröckeln. Außerdem  ist das Ablaufen von Wasser nur eingeschränkt möglich, da der untere Fugenteil  zu schmal ist. Staunässe kann das Aufweichen der Fuge verursachen.

Schlechte Fuge

Fugenfüllung

Problem 2: Steine mit Greifschutznocken

Es gibt Betonsteine, die Greifschutznocken haben. Diese Nocken stehen an der Steinseite über die gesamt Tiefe des Steins ab (in der Grafik rot markiert). Durch diese Nocken wird das Einhalten der Mindestbreite unmöglich. Die notwendige Fugenstatik wird nicht erreicht und somit kann die Fuge reißen              und abbröckeln. WARNUNG: Greifschutznocken geben keinen Fugenabstand vor! Sie dienen lediglich dem Transportschutz der Steine. Der Mindestabstand von 8mm ist jederzeit einzuhalten! Die Grafik zeigt Steine mit Greifschutznocken von oben und von der Seite (rot markiert).

Schlechte Fugen

Greifschutznocken

Problem 3: Steine mit Zierfugen

Es gibt Betonsteine mit Zierfugen, die nur oben groß sind und weiter unten sehr schmal werden. Diese Abkantung der Steine führt zu einer Tulpen- (oder Weinglas) Form der Fuge. Diese Tulpen-förmigen Fugen bieten nicht die erforderliche Fugenstatik. Verschiedene Probleme entstehen:

  1. Thermik: Steine heizen sich auf, Untergrund ist kalt, Steine wölben sich nach oben (Wölbspannung).
  1. am „Tulpenhals“ entsteht eine Sollbruchstelle. Sobald durch Bieg- u. Zugspannung Druck auf die Fuge ausgeübt wird, bricht sie hier.
  2. abgerundete Seiten begünstigen das Abbrechen, sobald die Fuge belastet wird.

Die Grafiken zeigen die Probleme, die bei Zierfugen entstehen.

Man sieht das es sehr unterschiedliche und verschiedenste Steinarten gibt, darum sollte vor dem verfugen etwas genauer hinschauen welche Fugenbreite und Fugentiefe es gibt. Denn wir vom Mainbrick Team bieten auch einen Pflasterfugenmörtel für sehr schmale Fugen an. Ab einer Breite von 3mm Fugenbreite können Sie auch unseren Spezialen Mainbrick Pflasterfugenmörtel nutzen. Schauen Sie einfach in unseren anderen Blogbeitrag.

Schlechte Fugenmöglichkeiten

Fugenkanten